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RENPI –Ressourceneffizient Produzieren durch nachhaltige Prozessinnovation


Idee und Ziel

Die Entwicklung neuer und bahnbrechender Ideen ist ein wesentlicher und nachhaltiger Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Insbesondere KMU kommt hier eine Sonderrolle zu. Auf der einen Seite sind sie deutlich stärker von der nachhaltigen Kreativität ihrer Mitarbeitenden abhängig als Großunternehmen, auf der anderen Seite sind gerade KMU oftmals Vorreiter im Bereich nachhaltige Unternehmensführung und erzielen als „hidden champions“ durch Qualität und Kreativität Wettbewerbsvorteile.

Während nun auf der einen Seite die Unternehmen stets nach mehr Innovation streben, werden auf der anderen Seite die Ressourcen knapper und teurer. Zudem kommen Lieferengpässe oder Handelsschranken hinzu, welche die Ressourcen-Risiken für die Unternehmen erhöhen.

Ziel des Projektes „Ressourceneffizient Produzieren durch innovative Prozessoptimierung“ (RENPI) ist es, den teilnehmenden Unternehmen das nötige Handwerkszeug und Instrumentarium an die Hand zu geben, um ressourceneffizienter zu arbeiten – und zwar mithilfe der Kreativität ihrer eigenen Mitarbeitenden. Denn gerade die eigenen Mitarbeitenden sind Experten auf ihrem Gebiet und können zur nachhaltigen Prozessinnovation mit den ausschlaggebenden Idee beitragen.

Die Steigerung der Material- und Energieeffizienz innerhalb der Wertschöpfungskette bietet daher für Unternehmen eine dreifache Chance – geringere Produktionskosten, höhere Umsätze aufgrund der ökologischen Reputation sowie eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Innovationen für die Ressourceneffizienz bieten der Wirtschaft große Wettbewerbschancen, die es zu heben gilt.


Inhalt

Durch RENPI erhalten teilnehmende Unternehmen die Chance, eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter ohne wesentlichen zeitlichen oder personellen Aufwand im Bereich des ressourceneffizienten Produzierens als Multiplikator auszubilden. Diese zukünftigen Multiplikatoren können über eine Mischung aus E-Learning, Webinar und Präsenzeinheiten zeiteffizient und praxisnah geschult werden. Die zeitliche Flexibilität der E-Learning Elemente sorgt dafür, dass die Schulung stressfrei absolviert werden kann. So können Leerlaufzeiten, genauso wie Pendelzeiten, effizient und effektiv genutzt werden. Das Projekt bietet gerade älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über 50 Jahren die Möglichkeit, ihren wertvollen und weitreichenden Erfahrungsschatz aus der Unternehmenspraxis mithilfe von neuen, leicht zu lernenden Methoden zu heben und für das Unternehmen nutzbar zu machen.

Wir schulen interdisziplinär – neueste Konzepte und Methoden der ingenieurwissenschaftlichen, technischen Ressourceneffizienzthemen treffen hier auf praxisorientierte BWL von Ideen- und Innovationsmanagement bis hin zu Projekt- und Change Management. So wird sichergestellt, dass konstante Verbesserungsprozesse und langfristige Systeme für Innovationen in den Unternehmen eingeführt werden.

Die geplanten Präsenztermine in der Region bayrischer Untermain sorgen zusammen mit den Projektarbeiten für eine Verknüpfung der regionalen Unternehmen und ermöglichen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sich mit anderen angehenden Multiplikatoren zu vernetzen. Bis zum Ende des Projekts soll sich ein Unternehmensnetzwerk entwickeln, dass auch nach dem Projektende bestand hat. Neben ideellen Kooperationsmöglichkeiten können die Unternehmen auch eine materielle Zusammenarbeit anstreben. Im Sinne einer Closed Loop Supply Chain könnten daher Synergieeffekte, wie die Nutzung von Abfällen oder Abwärme aus einem Unternehmen im anderen oder die Mitnutzung oder gemeinsame Anschaffung von Maschinen, zwischen den Unternehmen etabliert werden. Eigene Entwicklungsprojekte der einzelnen Unternehmen sowie firmenübergreifende Kooperationen können von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern direkt vor Ort umgesetzt werden.

Hochschule für angewandte Wissenschaften Aschaffenburg
Fakultät für Ingenieurswissenschaften

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Gesa Beck
Gesa.Beck@h-ab.de

Prof. Dr. Peter Gordon Rötzel
Peter.Roetzel@h-ab.de

 

Projektmitarbeitende:

Bum-Ki Choi
bum-ki.choi@h-ab.de

Naomi-Josianne Peters-Bustorff
ls.controlling@h-ab.de